Erklärvideos: Komplizierte Zusammenhänge verständlich und unterhaltsam darstellen

Erklärvideos: Komplizierte Zusammenhänge verständlich und unterhaltsam darstellen

Bestimmt haben Sie diese Art von Video auch schon auf irgendeinem Internetauftritt gesehen: Kreativ gestaltete Videos, in denen Figuren ein Problem mithilfe eines neuen Services oder Produkts lösen. In diesen sogenannten Erklär- oder How-to-Videos werden meistens neue erklärungsbedürftige Dienstleistungen oder Produkte genauer vorgestellt.

Vor allem junge Start-ups, die mit innovativen Services und Angeboten auf den Markt gehen, nutzen Erklärvideos, in denen mit einfach gehaltenen Szenen und Figuren komplexe Zusammenhänge, Produktentwicklungen oder Dienstleistungen sehr anschaulich und leicht verständlich dem Website-Besucher nahe gebracht werden.

Eingängiges und unterhaltsames Storytelling gehört zu den wesentlichen Elementen vieler How-to-Videos. Dabei wird ein Problem von fiktiven Charakteren dargestellt und das vorzustellende Produkt oder der vorzustellende Service kommt dann als großer Problemlöser um die Ecke.

Die Videolänge variiert von ca. 30 Sekunden bis hin zu ein paar Minuten, aber allzu lang sind Erklärvideos generell nicht, denn der Sachverhalt soll so einprägsam und kurz wie möglich dargestellt werden. Bei langen Videos verlieren die User sehr schnell das Interesse oder auch die Konzentration.

Verschiedene Realisierungsarten von Erklärvideos

Erklärvideos sind in bestimmten Videostilen gehalten, die neben dem informativen Zweck auch noch einen gewissen Unterhaltungswert mitbringen.

Die wichtigsten Videostile sind:

Whiteboard: Unter „Whiteboard“ ist ein weißer Hintergrund zu verstehen, auf dem sich die Handlung des Videofilms abspielt. Spezielle Effekte und die Verwendung von Farben lenken die Aufmerksamkeit auf die Handlung.

Cut-out-Elemente: Die im Video dargestellte Figuren und Gegenstände sind entweder gezeichnet oder fotografiert, werden dann genau oder auch (absichtlich) ungenau an ihren Konturen ausgeschnitten und im Video animiert.

Flat-Design: Bei den Figuren und anderen grafischen Elementen wird auf eine dreidimensionale Darstellung verzichtet.

Comic-Darstellung: Ein Video im Comic-Stil ist meist sehr bunt und wird sehr oft für die Lösung von Problemen durch unterschiedliche Comic-Figuren eingesetzt.

Icon-Darstellung: Die grafischen Videoelemente bestehen hier hauptsächlich aus Infografik-Elementen, was sehr schlicht und reduziert wirkt. In solchen Videos geht es vor allem um Informationsvermittlung, während der Comic-Stil für das Erzählen von Geschichten eingesetzt wird.

Motion Graphic: In diesen Videos werden die Elemente wie u. a. Bilder, Schriften und Figuren aufwändig animiert, d. h. sie werden verschoben, verkleinert, vergrößert  oder gedreht.

Der Kundennutzen wird auf den Punkt gebracht

Dadurch dass die Erklärvideos in der Länge kompakt gehalten werden, ist es die Aufgabe der Auftraggeber, den Kundennutzen ganz deutlich herauszuschälen, und zwar so klar und verständlich, dass für den Zuschauer keine Fragen mehr offen bleiben sowie das Angebot, der Service oder das Produkt mit seinen Vorteilen und Stärken dem potenziellen Kunden positiv in Erinnerung bleibt.

Ein einprägsames Erklärvideo bzw. ein Storyboard für das Video zu erstellen, gehört mit Sicherheit nicht zu den einfachsten Aufgaben eines Start-ups. Doch gut umgesetzt bringt ein solches Video deutlich mehr als wenn die Story in Form von Texten und Grafiken auf der Website eingebunden wird. Die Verweildauer von Website-Besuchern steigt bei Videos generell deutlich an.

Weitere Vorteile von Erklärvideos

Bewegte Bilder steigern auch die Reichweite, denn ein Erklärvideo lässt sich problemlos auf den großen Videoplattformen wie u. a. YouTube oder Vimeo hochladen. Blogger können diese Videos auf ihrem Blog einbinden, andere User haben die Möglichkeit, Erklärvideos auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Durch die Steigerung der Verweildauer bringt ein Erklärvideo letztendlich auch einen positiven Effekt für die Positionierung in Google. Eine längere Verweildauer von Website-Besuchern fließt mittlerweile in das Ranking ein.

Erklärvideos – Selbst machen oder Agentur beauftragen?

Doch vor einem erfolgreich umgesetzten Erklärvideo steht die Realisierung. Und wer im Internet bei verschiedenen Agenturen, die sich auf die Erstellung solcher Videos spezialisiert haben, nach den Preisen recherchiert, würde wohl lieber selbst aktiv werden. Denn ein Mindestbudget von ca. 2000 Euro, meistens noch deutlich mehr, muss einkalkuliert werden.

Der Preis richtet sich vor allem nach dem ausgewählten Video-Stil und der Länge des Videos.

Denn schließlich müssen am Projektanfang ein Konzept und ein Drehbuch erstellt werden, der Auftraggeber entscheidet sich für einen Animationsstil, Sprecher werden ausgewählt, und meist bieten die Agenturen noch mehrere Korrekturschleifen an.

Wer ein Erklärvideo selbst erstellen will, findet im Internet z. B. den Anbieter Clipvilla, über dessen Video-Editor Videos – auch Erklärvideos – erstellt werden können. Das günstigste der drei Preispakete kostet einmalig 99 Euro und beinhaltet bis zu 10 Projekte. Die Sprecherkosten sind nicht eingerechnet.

Die Beispielsvideos sehen ganz gut aus, allerdings sollte man etwas grafisches Gespür für eine ansprechende Videogestaltung mitbringen, und Kenntnisse über überzeugendes Storytelling wären auch nicht schlecht.

Die Erklärvideos von entsprechenden Agenturen sehen für mich eindeutig besser aus. Wer als Start-up mit seiner Dienstleistung oder seinen Produkten von Anfang an einen professionellen Eindruck abliefern will, sollte – zumindest aus meiner Sicht – nicht am falschen Ende sparen. Es gibt auch Erklärvideos-Agenturen, die für kleinere Budgets passende Preispakete zur Hand haben, wie Videohelden.net von der suchhelden GmbH aus Osnabrück.

Wer sich kein mehrminütiges Erklärvideo leisten kann, muss versuchen, seinen Service oder sein Produkt in ca. 1 Minute überzeugend vorzustellen. Da Agenturen über langjährige Erfahrungswerte verfügen, werden sie den Auftraggeber bei der Storyentwicklung beraten und unterstützen.

Das Internet bietet wie immer mehrere Lösungen. D. h. man kann sein Erklärvideo für wenig Geld selbst kreieren oder man nimmt professionelle Hilfe in Anspruch. Meine Empfehlung: Lieber einen Profil wählen als selbst aktiv zu werden. Das Ergebnis wird für sich sprechen.

(Bildquelle Artikelanfang: © komissar007 # 141907566/Fotolia.com)

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