//Wie sollte eine gute Restaurant-Website gestaltet sein?

Wie sollte eine gute Restaurant-Website gestaltet sein?

Als Restaurant-Besitzer einen Internetauftritt zu präsentieren, ist mittlerweile schon längst Pflicht, denn viele potenzielle Besucher suchen und finden im Netz interessante und von der Community gut bewertete Restaurants, informieren sich über die angebotene Küche sowie über Preise, Öffnungszeiten und Ambiente.

Aber nur einen Webauftritt zu haben, reicht auch für Restaurants nicht mehr aus, um für sich online zu werben. Die zunehmende Bedeutung von Social Media und dem mobilen Internet verlangt nach neuen Strategien und Anpassungen beim Webauftritt.

In diesem Artikel stelle ich Ihnen wesentliche Punkte vor, die den Internetauftritt von Restaurants userfreundlicher, attraktiver und Web 2.0-konform machen.

1. Speisekarte

Auf vielen Restaurantwebsites findet man immer noch die Speisekarte als PDF-Dokument. Damit verschließt man den Suchmaschinen die Zugänglichkeit zum Menü und damit auch Usern, die nach bestimmten Spezialitäten, Kochrichtungen (beispielsweise vegetarische Küche in Hamburg) usw. suchen.

Werden die Menüs nur als PDF auf dem Internetauftritt präsentiert, werden die Gerichte einmal bei Google nicht indexiert, was zur Nichtauffindbarkeit im Web führen kann, und auch die Benutzer mobiler Endgeräte sind mit Sicherheit nicht erfreut, eine PDF-Datei von mehreren MBs runterladen zu müssen, um sich den Menüplan anschauen zu können.

Daher sollte das Menü zuerst als HTML-Seite im Webauftritt enthalten sein, ein PDF-Dokument kann nur als Zusatzoption gesehen werden.

2. Flash-Animation

Flash-Animationen sind out. Diese Erkenntnis sollten sich auch Restaurant-Websitebesitzer zu Herzen nehmen. Denn der Website-Besucher sucht nach Informationen über das Lokal und will keine tollen technischen Spielereien sehen, die nur unnötig Zeit rauben.

Außerdem wird das Flash-Format von iPhones und iPads nicht unterstützt.

3. Flache Seitenhierarchie

Versuchen Sie die Seite und die Navigation so zu gestalten, dass die Besucher schnell zur gewünschten Unterseite gelangen (mit zwei Klicks maximal). Überladen Sie Ihre Seite nicht mit zu viel Inhalt und Unterpunkten, sodass auch mobile User nicht frustriert sind, wenn sie über ihr Smartphone nach Inhalten auf Ihrer Restaurant-Website suchen.

4. Mobile Variante des Internetauftritts

Die mobile Suche nach Lokalitäten wie Restaurants, Bars, Café, Clubs usw. wird immer wichtiger. Daher sollte der Webauftritt auch auf mobile Endgeräte optimiert sein.

Das kann dann so aussehen, dass der Internetauftritt über ein Responsive Layout verfügt oder man noch zusätzlich eine mobile Website erstellt, die auf Smartphones angezeigt wird.

5. Fotos von den Räumlichkeiten

Um neue Restaurantbesucher über den Internetauftritt zu gewinnen, sollte man auch Wert auf qualitativ hochwertige Fotos von den Räumlichkeiten legen. Außerdem ist es wichtig, dass die Bilder Aktion, Atmosphäre und Wärme vermitteln. Daher sollten auf den Fotos Gäste beim Essen zu sehen sein, oder bei Bars Gäste am Tresen.

Es gibt Möglichkeiten, hochwertige Fotos mit bestimmten Einstellungen zu erstellen, sodass die Gesichter der Gäste nicht genau zu erkennen sind. Aber man kann ja auch fragen, ob Gäste damit einverstanden sind, fotografiert zu werden und sich deren schriftliche Zusicherung für die Veröffentlichung der Fotos einholen.

Wer Außenaufnahmen von seinem Restaurant auf der Website präsentieren will, sollte darauf achten, dass die Bilder eine freundliche Stimmung übermitteln. Daher ist es empfehlenswert, die Fotos eher abends zu schießen, wenn die Innenräume beleuchtet sind und das Licht nach außen fällt. Außenaufnahmen am Tag lassen die Lokalität eher leer und kalt wirken, da man durch die Fenster meist keine Innen-Aktivitäten sehen kann.

6. Food Fotografie

Gute Fotos von verschiedenen Gerichten kommen bei Website-Besucher gut an. Doch auch hier ist es wichtig auf die Qualität der Bilder zu achten. Denn einmal sollten die Bilder kontrastreich sein und Appetit auf das Gericht machen und auch von einer bestimmten Perspektive fotografiert wie von direkt oben oder seitlich auf Höhe des Essens.

Wer es sich leisten kann, kann natürlich einen Food-Fotografen engagieren, der professionelle Bilder von Menüs schießt. Wer selbst über fotografisches Geschick verfügt, sollte sich an diese Art von Fotografie einfach ran tasten. Nach ein paar Bildern bekommt meist ein Gespür dafür, was gut aussieht und was nicht. Gute Food-Fotografien für Inspirationen findet man auch im Netz.

Warum auch nicht mal seine Restaurantbesucher als Fotografen benutzen? Viele fotografieren mit ihrem Smartphone so ziemlich alles, auch das ihnen gerade servierte Essen.

Auf foursquare oder weiteren solchen location-based Portalen können andere dann diese Bilder sehen. Über eine Schnittstelle lässt sich dann beispielsweise foursquare auf der Website einbinden und Website-Besucher können dann – sozusagen als Social Proof – Ihre Gerichte sehen.

7. Bezahlmöglichkeiten und Öffnungszeiten

Auch dieser Punkt ist nicht zu vernachlässigen und findet sich auf vielen Restaurantwebsites nicht. Führen Sie schon auf der Startseite gut sichtbar Ihre Öffnungszeiten und die Zahlungsoptionen für potenzielle Gäste auf.

8. Google Maps

Auch ein nur ein kleiner Punkt, der die Website deutlich userfreundlicher gestalten kann, wenn man eine eingebaute Google Maps vorfindet, die einem Zoom Levels erlaubt und man die geografische Lage der Lokalität besser erfassen kann.

9. Facebook-Like-Box

Eine Fanseite auf Facebook gehört im erfolgreichen Online-Marketingmix für viele Restaurants (gerade solche mit gehobener Küche) dazu.

Über eine auf der Website integrierte Like-Box können dann Websitebesucher Ihre Fanpage liken (Gefällt-mir-Button klicken) und auch sehen, wie viele Fans Sie auf Facebook schon haben.

10. Bewertungen von Bewertungsportalen einbinden

Restaurants werden von Besuchern sehr gerne bewertet. Verfügen Sie über sehr gute Bewertungen, beispielsweise auf Qype oder anderen Bewertungsportalen, dann sollten Sie versuchen, dortige Bewertungen (über eine API oder über Widgets) auf Ihrer Website zu veröffentlichen und an prominenter Stelle anzuzeigen.

Qype bietet solche Codes für die eigene Website an.